PV im Mehrfamilienhaus: Material und Leitfäden

PV-Anlagen auf Wohngebäuden bieten großes Potenzial: Viele Dächer sind noch unbelegt und in Mehrfamilienhäusern lässt sich oft eine gute Eigenverbrauchsquote erzielen. Für die Bewohner*innen bedeutet Strom vom eigenen Dach Teilhabe an der Energiewende und eine Versicherung gegen steigende Energiekosten. Energiegemeinschaften können hier als kompetente Partner*innen ein attraktives Angebot machen: Sie beraten nicht nur bei der Auswahl des Modells, sondern übernehmen die Finanzierung, die Umsetzung und oft auch die langfristige Betriebsführung.
Für PV-Anlagen auf Mehrfamilienhäusern stehen unterschiedliche Betriebsmodelle zur Verfügung, u.a. Mieterstrom, Gemeinschaftliche Gebäudeversorgung und das Einzählermodell. Im Folgenden finden Sie Informationsmaterial und Leitfäden rund um diese und weitere Modelle.
Betriebsmodelle im Überblick
Energieagentur Regio Freiburg: Leitfaden Photovoltaik auf Mehrparteienhäusern (2026)
Dieser Leitfaden gibt einen Überblick über gängige Betriebskonzepte für PV-Anlagen auf Mehrfamilienhäusern und erläutert die Modelle ausführlich. Dabei wird auf gesetzliche Rahmenbedingungen und energiewirtschaftliche Pflichten eingegangen. Daneben gibt es eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Umsetzung. Der Leitfaden richtet sich besonders an Immobilieneigentümer*innen und WEGs.
Solarenergie Förderverein: Portal PV auf dem Mehrfamilienhaus (2026)
Der Solarenergie Förderverein hat auf seinen Seiten eine Übersicht über die verschiedenen Betriebskonzepte von PV-Anlagen auf Mehrfamilienhäusern erstellt. Auf den Seiten zu den einzelnen Betriebskonzepten finden Sie auch Praxisbeispiele. Daneben gibt es u.a. ein Wiki zu zentralen Begriffen und einen Leitfaden für WEGs.
Leitfäden und Handreichungen für die Umsetzung
DGS Franken: Photovoltaik für die Versorgung vor Ort (2025)
Die Broschüre der DGS Franken gibt einen Überblick über mögliche Modelle zur Lieferung von PV-Strom vor Ort, für die die DGS Musterverträge entwickelt hat. Für die unterschiedlichen Konstellationen gibt es Kurzbeschreibungen und schematische Darstellungen der vertraglichen Beziehungen zwischen allen beteiligten Akteuren sowie eine Übersicht der angewendeten Zählerkonzepte.
Das Faktenblatt stellt vor allem die gesetzlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen des Mieterstroms vor. Zudem werden die unterschiedlichen Betriebskonzepte erklärt inklusive einer Übersicht, die die Melde- und Vertragspflichten und die Art und Zuständigkeit der Stromverteilung beinhaltet.
VBEW: Handout zur Auswahl von Messkonzepten (2024)
Das Handout des Verbands der Bayerischen Energie- und Wasserwirtschaft e.V. – VBEW stellt üblicherweise verwendete Messkonzepte dar. Relevant für Gebäude mit mehreren Parteien sind i.d.R. die Messkonzepte MK D1-5.
Mieterstrom
Die Publikation bietet einen Überblick über die rechtlichen Rahmenbedingungen, die technischen Anforderungen sowie die Förderung, Geschäftsmodelle und Wirtschaftlichkeit von Mieterstrom.
Der Leitfaden bietet eine detaillierte Übersicht über den Prozessablauf sowie Rechte und Pflichten von Verteilnetzbetreibern und Messstellenbetreibern bei der Gemeinschaftlichen Gebäudeversorgung und Mieterstrom mit virtuellem Summenzähler.
Bundesnetzagentur: Solaranlagen auf Mehrparteiengebäuden
Die Seite der Bundesnetzagentur erklärt das Mieterstrom-Modell mit Informationen zur EEG-Förderung und gesetzlichen Vorgaben. Zudem gibt es ein FAQ zur EEG-Mieterstromförderung.
Mieterstromportal der DGS-Franken: Musterverträge und Dienstleister
Auf dem Mieterstromportal der DGS Franken finden sich unter anderem Musterverträge, Liste von Dienstleistern sowie weitere Informationen.
Informationen zu Mieterstrom für Eigentümer*innen und Bewohner*innen
Was haben Eigentümer*innen und Bewohner*innen eines Hauses davon, wenn auf ihrem Haus eine Mieterstromanalage entsteht? Was bedeutet es, Mieterstrom zu beziehen? Um ein überzeugendes Angebot machen zu können, müssen Bürgerenergiegemeinschaften diese Fragen beantworten können.
Die Bürgerenergie Nord eG baut und betreibt Mieterstromanlagen für private Eigentümer*innen, WEGs und Wohnungsgenossenschaften und hat umfangreiche FAQs zusammengestellt:
Auch die Solar-Bürger-Genossenschaft Freiburg hat Infomaterial für Eigentümer*innen erstellt:
Beschreibung der Contracting-Varianten
Allgemeines FAQ der Bundesnetzagentur zum Thema Mieterstrom aus Sicht von Verbraucher:innen, also den Nutzenden von Mieterstrom. Das FAQ bezieht sich nur auf die nach dem EEG geförderte Mieterstrom-Modelle
Gemeinschaftliche Gebäudeversorgung (GGV)
Die Publikation bietet einen Überblick über die Gemeinschaftliche Gebäudeversorgung und eine Anleitung zur Umsetzung.
Bündnis Bürgerenergie e.V.: Leitfaden zur Gemeinschaftlichen Gebäudeversorgung (2024)
Dieser allgemeine Leitfaden bietet einen Überblick über die Grundsätze der Gemeinschaftlichen Gebäudeversorgung und wie diese sich in der Praxis gestaltet.
Der Leitfaden bietet eine detaillierte Übersicht über den Prozessablauf sowie Rechte und Pflichten von Verteilnetzbetreibern und Messstellenbetreibern bei der Gemeinschaftlichen Gebäudeversorgung und Mieterstrom mit virtuellem Summenzähler.
In diesem Leitfaden von GdW & BSW Solar zur Gemeinschaftlichen Gebäudeversorgung finden sich Erläuterungen zur Umsetzung von GGV, ein Mustervertrag zur Lieferung von Solarstrom aus einer Gebäudestromanlage sowie eine Beschlussvorlage für Wohnungseigentümergemeinschaften.
Einzählermodell
Das Einzählermodell im Leitfaden der Energieagentur Regio Freiburg
Die Energieagentur Regio Freiburg erklärt das Einzählermodell und bietet auch Abrechnungsmuster und Beratung für WEGs an. In einem Artikel für den SFV erläutert Berater Johannes Jung die Vorteile.
Diese Materialliste entstand im Rahmen des Projekts CommunitE: Regionale Kompetenznetzwerke für gemeinschaftliche Energieversorgung. Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt.














