Bioenergiedorf Burgjoß im Spessart eG

Anschrift: Brunnenweg 8
63637 Jossgrund-Burgjoß

Bundesland: Hessen

Telefon: 06059 452
Website: www.bioenergiedorf-burgjoss.de
E-Mail: klauskleespies26@aol.de

Über uns:

„Burgjoß weg vom Öl!“, so hieß der Slogan als sich 2005 15 Burgjoßer in einer Gaststätte trafen und die gleichnamige Initiative gründeten. Diese 15 Burgjoßer haben sich vorgenommen, dem Dorf mit seinen 700 Einwohnern, sowie ihren Familien eine zukunftsweisende, ökologische, sichere und bezahlbare Wärme zu liefern. Der Initiative zugehörig waren von Anfang an Bürgermeister Rainer Schreiber, der nun in unserer Genossenschaft Aufsichtsratsvorsitzender ist, sein Bruder Karl Schreiber, der als Stellvertretender Vorstandsvorsitzender fungiert, sowie der Initiator der Idee, Friseurmeister Klaus Kleespies, nun Vorstandsvorsitzender der Genossenschaft. Animiert wurden diese Burgjoßer einige Wochen vorher durch einen Vortrag über diese Art der Wärmeerzeugung des Dipl. Ing. Christian Seeger, den unser damaliger Bürgermeister Robert Ruppel bei einem Vortrag für den Waldbesitzerverband kennen gelernt hatte. Auch warb Karl Wilfried Seif, damaliger Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, ländlicher Raum und Verbraucherschutz, bei der Übergabe des Anerkennungsbescheids zur Dorferneuerung am 15. April 2005 für solche Anlagen. Diese Burgjoßer Einwohner wollten „Weg vom Öl“, hin zum heimischen Spessartholz, das zu Hackschnitzel geschreddert wird und als Brennstoff und Wärmelieferer dienen soll. Der Spessart ist das größte zusammenhängende Waldgebiet Deutschlands. Wir haben den Wald direkt vor unserer Haustür und würden den Brennstoff aus unmittelbarer Nähe, von Hessenforst, dem ortsansässigen Forstamt, beschaffen können. Das Forstamt Jossgrund bewirtschaftet rund 19.750 ha an Waldfläche. Der Holzeinschlag des Forstamtes umfasst jährlich rund 130.000 fm. Der Genossenschaft genügen hiervon 1,5% bis 2,0% als Waldrestholz. Landschaftspflegeholz der Gemeinde Jossgrund sowie von Privatpersonen steht zusätzlich zur Verfügung. Wir dachten, wenn nicht hier, wo denn dann? In sogenannten Holzhackschnitzel-Stammtischen wurde die Bevölkerung informiert und animiert. Gleichzeitig suchten wir Kontakte zu Politik und Presse. Auch hier stießen wir auf breite Zustimmung bis hin zu großer Begeisterung. Auch der Hessische Rundfunk, sowie das Hessische Regional Fernsehen berichteten von unserem Vorhaben. Wir beschlossen, schon in Betrieb gegangene ähnliche Anlagen zu besuchen. Hier haben wir genaueste Vorstellungen für unsere Anlage sammeln können. Im Zuge der Dorferneuerung haben wir von Hessen Energie eine Vorfeldberatung erhalten. Bei den damals 70 interessierten Teilnehmern brachte diese Beratung folgendes Ergebnis: „Ökologisch sinnvoll – jedoch wirtschaftlich grenzwertig!“ Uns wurde empfohlen, mehr Wärmeabnehmer zu werben, sowie eine Konzeptstudie erstellen zu lassen. Wir leisteten also noch intensiver mit Holzhackschnitzelstammtischen und Rundschreiben Überzeugungsarbeit. Auch Hausbesuche bei unschlüssigen Mitbürgern waren notwendig. Mit Zuschüssen aus Mitteln der Dorferneuerung konnten wir im November 2006 eine Konzeptstudie von Seeger Engineering erstellen lassen. Diese diente als Grundlage unseres Projekts. Als Planer unserer Anlage konnten wir die Firma SynEnergie GmbH aus Fulda gewinnen. Nun zu unserem Konzept: Wir entschieden, eine Anlage zu bauen, in die das gesamte Dorf eingebunden werden kann. Ganz Burgjoß sollte durch die Fernwärmeversorgung erschlossen werden können. Getreu dem Motto: „Von Bürgern für Bürger!“


Geschäftsfelder: Biomasse, Nahwärme