Mit Bürgerenergie für mehr soziale Gerechtigkeit bei der Energiewende

Eine neue Studie der EWS zeigt, wie Bürgerenergiegemeinschaften soziale Gerechtigkeit und Teilhabe bei der Energie- und Wärmewende fördern können

Im Auftrag der EWS hat das Öko-Institut in einer umfassenden Studie die Handlungsmöglichkeiten von Bürgerenergiegenossenschaften für eine sozial gerechte Energie- und Wärmewende untersucht. Anhand von Beispielen aus Deutschland und der EU zeigen die Autor*innen, wie Energiegenossenschaften Teilhabe an der Energiewende ermöglichen können:

Durch direkte Beteiligung an einer Energiegenossenschaft können auch Menschen mit begrenzten finanziellen Ressourcen und ohne eigene Immobilie an Gewinnen aus der Energiewende partizipieren. Dies gilt besonders dann, wenn die Kosten für die Geschäftsanteile möglichst niedrig sind. Auch Patenschafts- oder Geschenkmodelle oder solidarische Fonds sind eine Option, um mehr Menschen eine Mitgliedschaft zu ermöglichen. Noch deutlich wirksamer sind direkte Versorgungsmodelle: Im Mieterstrom-Modell profitieren Bewohner*innen von Mehrfamilienhäusern direkt von der PV-Anlage auf dem Dach, da dadurch die Stromkosten niedriger sind und langfristig stabil bleiben. Eine weitere Rolle von Energiegenossenschaften kann in der Aufklärung liegen: Als lokal verankerte Gemeinschaften genießen sie oft Vertrauen und haben gute Netzwerke, die sie für Aufklärung und Beratung von Einzelpersonen rund um die Themen Energie und Wärme nutzen können. Und nicht zuletzt setzen sich Bürgerenergiegemeinschaften über ihre Verbände politisch für eine möglichst bürgernahe, dezentrale Energiewende ein.

Die Untersuchung belegt ein hohes Potenzial, offenbart jedoch gleichzeitig Hürden, die überwunden werden müssen. Zur Pressemitteilung der EWS