In Energiegemeinschaften wird die Energiewende erfahrbar: Menschen können teilhaben, gemeinsam konkrete Projekte umsetzen, mitreden und langfristig profitieren. Bürgerenergie sorgt für regionale Wertschöpfung und die Einnahmen aus erneuerbaren Energien können die Handlungsfähigkeit der Kommunen stärken. Dies kann langfristig auch ein Weg sein, um Politikverdrossenheit zu begegnen.
Daher sehen wir die geplanten Reformen der Bundesregierung bei EEG und Netzanschlusspaket mit großer Sorge: Sie drohen die Rahmenbedingungen so sehr zu verschlechtern, dass neue Projekte unwirtschaftlich werden und nicht mehr umgesetzt werden können. Gerade kleine, regional verankerte Akteure werden dadurch verdrängt. Gleichzeitig werden neue Instrumente für mehr Teilhabe wie Energy Sharing weiterhin ausgebremst. In den nächsten Wochen laufen die Beratungen zu den Gesetzesvorhaben im Bundestag. Wir müssen jetzt gemeinsam deutlich machen, was auf dem Spiel steht. Der SFV hat ein Musterschreiben an Abgeordnete vorbereitet, das je nach eigener Perpektive angepasst werden kann. Das Bündnis Bürgerenergie hat eine Checkliste erstellt, wie Bürgerenergie-Aktive auf Ihre Abgeordneten zugehen können. Auch Genoverband und DGRV rufen Energiegenossenschaften dazu auf, Abgeordnete zu kontaktieren, um den Forderungen aus der Bürgerenergie Gehör zu verschaffen. Argumente finden Sie auch in vielen weiteren Stellungnahmen und Positionspapieren, die wir hier verlinkt haben.
Für den 9. Oktober rufen Verbände und Unternehmen aus der Erneuerbaren-Branche zu einer Demonstration in Berlin auf. Eine Petition gibt es auf WeAct. Beschäftigten und Klimabewegten haben sich außerdem in der Aktion Wind zusammengeschlossen.
Wer angesichts der politischen Lage, dem vermeintlich sinkenden Interesse an Klimaschutz oder der unerbittlichen Bürokratie zunehmend frustriert ist, ist herzlich zu unserem Online-Workshop eingeladen: Am 22. Oktober fragen wir Solaringenieur und Resilienz-Trainer Tobias März: Wie bleiben wir motiviert?
Nicht nur aus aktuellem Anlass werfen wir außerdem einen Blick auf die extreme Rechte. Diese mobilisiert häufig gegen Energiewende-Projekte. Was dahinter steckt und welche Strategien es im Umgang mit organisierten Energiewende-Gegner*innen gibt, darum dreht sich ein Webinar am 14. Oktober.
Unser erster Bildungsurlaub ist schon ausgebucht! Einige Plätze gibt es noch im Seminar Next Level Bürgerenergie – Organisationsentwicklung für Energiewende-Macher*innen vom 02. bis 06. November in Lambrecht (Pfalz). Denn erfolgreiche Bürgerenergie braucht nicht nur gute Projekte, sondern auch starke Organisation.
(aus unserem Newsletter September 2026 - hier Newsletter abonnieren)
