Die Studie, die vom Institut für ZukunftsEnergie- und Stoffstrom-Systeme erstellt wurde, zeigt: Schon 2022 ergab sich eine Nettowertschöpfung durch Erneuerbare Energien in Rheinland-Pfalz von fast einer Milliarde Euro. Dies umfasst z.B. Erträge aus der Stromproduktion und Erlöse aus Pachten und Zinsen, aber auch Investitionen für den Bau von Anlagen und Handwerkerleistungen für die Installation und Wartung von privaten PV-Anlagen und Wärmepumpen. Rund zwei Dritttel des Geldes gingen an Bürger*innen und Kommunen. Bis 2030 wird sich diese Summe nochmal deutlich erhöhen: auf 1,0 bis 1,2 Mrd. Euro jährlich.
"In Rheinland-Pfalz ergibt sich für 2022 eine Nettowertschöpfung durch erneuerbare Energien von etwa 930 Millionen Euro. Nach der Szenarienberechnung steigt sie bis 2030 auf 1,0 bis 1,2 Milliarden Euro an.
In 2022 flossen davon rund 656 Millionen Euro an Bürgerinnen und Bürger, in 2030 werden es voraussichtlich 720 bis 850 Millionen Euro sein. Kleine PV-Anlagen und Wärme aus erneuerbaren Energien tragen wegen ihrer starken Verankerung in der regionalen Wirtschaft besonders stark zu diesen Einkommen bei. Große PV-Freiflächenanlagen sind bei der Nettowertschöpfung ebenfalls bedeutsam.
Bei Windkraftanlagen ist besonders hervorzuheben: Ihre Pachtzahlungen beliefen sich in 2022 auf 64 Millionen Euro, die an Gemeinden fließende Gewerbesteuer und Zahlungen nach § 6 EEG 2023 auf 38 Millionen Euro. Für das Jahr 2030 werden Pachten in Höhe von 84 bis 93 Millionen Euro und kommunale Einnahmen aus Steuern und Abgaben von 47 bis 50 Millionen Euro prognostiziert. Besonders für Kommunen können erhebliche Zusatzeinnahmen entstehen, die durch eine Beteiligung an den Pachteinnahmen zusätzlich gesteigert werden." (S. 24)
Aufbauend auf den Ergebnissen fordert der LEE, den Ausbau weiter entschlossen voranzutreiben. Welche politischhen Rahmenbedingungen dafür nötig sind, hat er in einem Perspektivenpapier zusammengefasst. U.a. soll die Bürgerenergie gefördert werden - sie mobilisiert nicht nur privates Kapital, sondern sorgt dafür, dass noch mehr von den Erträgen aus dem Betrieb von Anlagen vor Ort bleibt. Dies gilt v.a. für die Windenergie - hier sitzen Investoren und Betreiber oft außerhalb der Landesgrenzen, ein großer Teil des Gewinns fließt damit ab.
